Editorial Juli 2026

Was für eine Hitzeschlacht zum Elbhangfest! Sie brachte den Mitwirkenden – Organisatoren, Händlern und Künstlern – extremen Stress, Ausfälle und Verluste. Nur unter Bäumen in lauschigen Gärten und Parks war es am Tag auszuhalten. Stimmung kam erst am Abend auf, dann konnten viele das Elbhangfest-Feeling vor den Bühnen und in privaten Gärten genießen.



Wir sind immer daran interessiert, Leute vorzustellen, die sich engagieren. Ohne die vielen Ehrenamtlichen könnte zum Beispiel das Elbhangfest nicht stattfinden. Aber auch einen privaten Garten bei diesem Fest zu öffnen, bedeutet einen großen Aufwand. Claudia und Steffen Glaeser laden seit 18 Jahren zur Party in ihr Grundstück.
Die Stadt hat immer weniger Geld zur Verfügung. So fielen Neupflanzungen an Grünanlagen dieses Jahr weg. Auf dem Weißen Hirsch wollten das Anwohner nicht hinnehmen, sammelten Geld und pflanzten selbst.
Die »Clara« wäre geschlossen worden, hätte sich nicht der Besitzer des Hauses, Klaus Hofmann, ein Herz gefasst. Diese Kneipe mit wenigen Plätzen wirtschaftlich zu betreiben, erfordert ebenso viel Engagement.
Eine große Aufgabe für Ortsvereine ist es, eigene Archive zu pflegen. Im Verschönerungsverein Weißer Hirsch/Oberloschwitz leisten Sybille Streitenberger, der wir einen Beitrag zum Geburtstag widmen, und ihr Mann Detlef diese Arbeit.
Ernst Hirsch, dem Auge von Dresden, ist eine Ausstellung in den Technischen Sammlungen gewidmet. Der Filmemacher unterstützte Ortsvereine und Initiativen mit Vorträgen und Filmen sowie auch den Elbhang-Kurier mit Material. Wir gratulieren ihm ganz herzlich zum 90.
Unglaublich viel ehrenamtliches Engagement und enorme Spenden sind in das Lingnerschloss geflossen. Jetzt soll es von privaten Investoren übernommen werden, so der Plan des Insolvenzverwalters. Es stellen sich viele Fragen. Wir berichten in der August-Ausgabe.

Jürgen Frohse