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Berichtigungen und Ergänzungen
»Tolkewitz. Illustrierte Ortsgeschichte«
Ergänzungen und Berichtigungen, Stand 1. April 2026
Ergänzungen
S. 169-170 – zu »Wohnungsbau bis 1920« hier speziell zu den Häusern Toeplerstraße 12/14 und 16/18 bemerkt Jürgen Gramm:
»Beim Durchblättern, aufgeschlagen hatte ich es intuitiv auf der Seite mit dem Titel über die Baumschule (!), geriet mir auch sofort das Foto meines Elternhauses (Toeplerstraße 18) in den Blick. Zum Text dazu habe ich allerdings eine Anmerkung, denn ich denke, dass das Gebäude nicht erst nach dem 1. WK fertig gestellt wurde, da es bereits ab 1911 bewohnt war.
Ich hatte aus geschichtlichem Interesse schon mal die durch die SLUB digitalisierten Adressbücher von Dresden und seinen Vororten gewälzt, um herauszubekommen, ab wann dort wer Besitzer bzw. Bewohner war.
Als erstes fiel mir auf, dass alle diese in jener Zeit errichteten Gebäude von »Bauträgern« in Auftrag gegeben worden sind und keinesfalls von den späteren Erstbeziehern bzw. Eigentümern.
Als ich 1963 nach Tolkewitz zog, zu diesem Zeitpunkt hatten meine Eltern das Haus Nr. 18 erworben, habe ich mich z. B. über die zwei gestalterisch total verschiedenen Fassaden des Doppelhauses Nrn. 12/14 gewundert und immer angenommen, die beiden Bauherren wären sich noch nie »grün« gewesen, tatsächlich war es aber ein Bauträger, der dieses Gebäude in dieser Form errichten ließ, und es war offensichtlich seine Absicht, dass es verschieden aussieht. Das habe ich so nebenbei bei meiner Recherche zu den Nrn. 16/18 herausgefunden.
Für die Nr. 16 gab es 1919 einen Eigentümerwechsel. Der neue Eigentümer ließ einen Sinnspruch und die Jahreszahl »1919« an der Giebelseite anbringen.
Diese Jahresangabe führt bei Außenstehenden immer wieder zu der falschen Schlussfolgerung, dass es sich um das Fertigstellungsjahr des Gebäudes handeln würde.
Da der Spruch und die Jahreszahl nicht mehr gut zu lesen waren, wurde bei der Dacherneuerung 2019 für beide Gebäude bei dieser Gelegenheit das vorhandenen Gerüst genutzt, diese Beschriftung und die farbliche Fassung der Schmuckelemente zu erneuern.
Farbproben ergaben, dass diese z. T. mit Blattgold ausgeführt worden war. Dieser Herausforderung stellte sich meine Schwiegertochter, ausgebildete Theatermalerin. Dabei durfte sogar meine damals 15jährige Enkelin das Gold mit auflegen.
Die heutige Fassadengestaltung des Gebäudes entspricht heute übrigens nicht mehr der ursprünglichen von 1909/1910, sondern wurde bei der ersten Dach- und Außenputzerneuerung 1987 Nr. 16 und 1988 Nr.18 verändert.
Ich habe das damals bedauert, hatte aber leider darauf keinen Einfluss. Wir (meine Eltern und ich) hatten damals nicht damit gerechnet, dass der Besitzer von Nr.16, eigentlich sehr stilbewusst, da auch Antiquitätensammler, den Putz als Kratzputz ausführen lassen würde. Im Interesse einer einheitlichen Gestaltung des Hauses, welches nach außen immer als Einheit erscheint, haben wir uns dem notgedrungen angeschlossen. Die Farbe hatte sich übrigens dadurch ergeben, dass in der BHG auf der Lohrmannstraße (Bauernladen) kein anderer Farbton in entsprechender Menge vorhanden war, im Nachhinein muss man sagen: »Es passt«.
Bei dem 2019 erforderlichen Ersatz der 1987/88 aufgebrachten Dachdeckung aus Preolitschindeln (Biberschwanzdachziegel gab es in dieser Zeit so selten wie Biber an der Elbe), die nunmehr endlich wieder als Ziegeldeckung ausgeführt werden konnte, hatte ich kurz darüber nachgedacht, die ursprüngliche Fassade mit Putzlisenen wieder herzustellen. Da sich aber inzwischen die Natur, in Form des wilden Weins (Parthenocissus veitchii) die Fassade erobert hatte und wir keine Absicht hatten, dagegen vorzugehen, wäre diese Gestaltung ohnehin optisch nicht wahrgenommen worden. Falls es später mal unsere Enkel oder Urenkel tun wollen, die Originalzeichnungen habe ich noch.«
S. 195 – zu »Die Striesener Strumpfmädels wohnten in Tolkewitz« bemerkt Andreas Eckardt:
auf Seite 195 wird über die Geschichte der Strumpfmädels berichtet. Die Inge kannten wir noch gut. Sie hatte ein Wochenendgrundstück auf der Rittershausstraße und wir (drei Eigenheimbauer und zwei Wochenendgrunstücksbesitzer) haben zwischen 1986 und etwa 1992 viele Gartenfeste gefeiert. Was das Grab betrifft: hier ist die Christa nicht aufgeführt, dafür aber die Helga Heinrich – die vierte im Bunde. Das stimmt nicht ganz mit dem Text überein.
S. 218 – zu »Beliebte Tolkewitzer Gartenbahn schrieb Geschichte« bemerkt Andreas Eckardt:
auf Seite 218 wird über Berndt Neubert geschrieben; hier kann ich ergänzen, dass er vor seiner Eröffnung des Geschäftes 1983 als Elektriker an der TUD (Inst. für Grundwasser) gearbeitet hat; dort habe ich ihn kennen gelernt.
S. 262-265 – zu »Bildhauer- und Steinmetzhandwerk in Tolkewitz« bemerkt Renate Schröder:
Ich kann auch nicht sehr viel berichten, was Ihnen dienen könnte, vieles habe ich vergessen!
So viel weiß ich aber noch: mein Großvater, Curt Symank, hatte bereits den Betrieb, – ein Grabmalgeschäft. Das hat mein Vater dann, vermutlich nach dem Krieg, übernommen.
1977 ist mein Vater gestorben und der Betrieb ist zunächst an den ehem. Gehilfen, Manfred Schneider, übergegangen (sein Name erscheint nirgends, ich vermute, weil er wahrscheinlich keinen Meisterabschluss hatte).
Mein Vater hat zuletzt nur Grabmale hergestellt/bearbeitet und hatte auch nur noch einen Mitarbeiter, den Manfred Schneider.
Zunächst hatte mein Vater mehrere Steinmetze in seinem Betrieb angestellt (ca. 5-7?). Er war am Wiederaufbau von Dresden beteiligt: vor allem mit Sandsteinarbeiten, z. B. an der Reformierten Kirche, an Studentenwohnheimen, am ehem. Pionierpalast (Schloß Albrechtsberg).
Dass es später weniger Angestellte wurden, lag an einer Steuerreform/Wirtschaftsreform (o. ä. ??) – so habe ich es jedenfalls in Erinnerung. Es waren nach den »Sechzigern« dann nur noch 2-3 Bildhauer/Steinmetze angestellt und so bezog sich die Arbeit meines Vaters reduziert auf das Grabsteingeschäft.
S. 293-302 – »Alpenglühen vor den Toren Dresdens« hier speziell S. 301 bemerkt Nils Teichert:
Auf Seite 301 Ihrer sehr interessanten Tolkewitz-Chronik fand ich eine Abbildung aus eben dieser Lokalität mit einer großen Abbildung des Dampfers LEIPZIG als Bühnenbild. Faszinierend. Inzwischen konnte ich zumindest herausfinden, dass es sich um den 04. Februar 1934 handelte. Den Grund der Veranstaltung konnte ich allerdings noch nicht ergründen. Aber der Auftritt der »Tanzfee aus Obervogelgesang« kann nachgewiesen werden.
S. 293-302 – »Alpenglühen vor den Toren Dresdens« hier speziell S. 302 bemerkt Lutz Gräfe:
Hier könnte man noch erwähnen, daß sich hier über 30 Jahre lang die GHG Haushaltwaren befand.
Viele der Mitarbeiter waren Laubegaster und auch Tolkewitzer (z.B. meine Mutter). Die GHG zog nach dem Ende von Donath´s Neuer Welt in dessen Räumlichkeiten ein, auch der Ballsaal wurde zum Lager umfunktioniert. Die Nutzung als Lager dauerte bis kurz nach der Wende. Danach wurden die ehemaligen Büroräume noch kurzzeitig als Unterkunft für westdeutsche »Aufbauhelfer« der Firmen REWE / Selgros genutzt. Nach dieser Nutzung setzte der völlige Verfall ein. In den Baracken im Hof hinter dem Gebäude existierte in den 90er Jahren noch ein paar Jahre lang der Baumarkt »Bauklotz« (vor Errichtung des jetzigen Lidl-Marktes).
S. 306-307 – »Handwerk, Dienstleistungen, … – Bäckereien, Konditoreien, …« bemerkt Lutz Gräfe:
Bei der Bäckerei Marienberger Str. 80 könnte man die Inhabernamen (Langbein, Zscheile, Hausmann) vielleicht besser chronologisch zusammennennen. Es fehlt auch der letzte Bäckereiinhaber (Weichelt)der in den 80er bis Anfang der 90er Jahre die Bäckerei betrieb.
Selbiges gilt auch für die Bäckerei Marienberger Str. 66. Letzter Inhaber dort bis Anfang der 90er Jahre war die Bäckerei Neumann, die dann nach Laubegast umgezogen ist. Bei den »Bäckereien« Schwerdtner, Dreißig, Dietze, Siemank und Sternenbäck handelte oder handelt es sich nur um Bäckereiverkaufstellen!
S. 312 – »Handwerk, Dienstleistungen, … – Süßmosterei« bemerkt Lutz Gräfe:
»Süßmosterei Tittel, genannt vor 1971«. Hierbei handelte es sich um eine Annahmestelle für Obst zur Entsaftung! Säfte selbst wurden dort nicht hergestellt (was man aber denken könnte). Die Annahmestelle existierte definitiv in den 70er Jahren und ich würde behaupten bis in die 80er Jahre hinein.
S. 429/430 – zu »Flora und Fauna … Gebäudebewohnende Tierarten und Tiere in Siedlungen« bemerkt Andreas Eckardt:
… werden Säugetiere in Tolkewitz beschrieben; auf dem Nachbargrundstück (Rittershausstraße) sind auch Dachse in der Fotofalle zu sehen – vielleicht aber nur ein Einzelnachweis.
Berichtigungen
S. 108: Fröhliche Kinder – Kitabetreuung in Tolkewitz
Die Mütterberatungsstelle befand sich nicht in der Salbachstraße 3, sondern im Nachbarhaus Salbachstraße 5. Hier ist somit auch das falsche Haus abgebildet. Ergänzen könnte man noch, dass dies nicht nur eine Mütterberatungsstelle war. Auch größere Kinder wurden dort kinderärztlich betreut und behandelt. (Bemerkungen von Brigitte Kellner und Lutz Gräfe)
S. 136: So richtig fein – ist’s nur im Verein
Hier ist der Bildhinweis auf die Gaststätte »Anker« etwas verrutscht; statt Seite 287 soll es sicher Seite 291 lauten. (Bemerkung von Andreas Eckardt)
S. 156: Straßen und Wege in Tolkewitz
Hier ist das Foto auf die Baumschule Hauber mit »Marienberger Straße« unterschrieben; wenn ich es richtig sehe, sieht man hier aber die Baumschule über die Kipsdorfer Straße. (Bemerkung von Andreas Eckardt)
S. 195: Die Striesener Strumpfmädels wohnten in Tolkewitz
Was das Grab betrifft: hier ist die Christa nicht aufgeführt, dafür aber die Helga Heinrich – die vierte im Bunde. Das stimmt nicht ganz mit dem Text überein. (Bemerkung von Andreas Eckardt)
S. 202: Wohnungsbau der 1960er Jahre
Die Bildunterschrift ist nicht korrekt. »Blick in die Knappestraße« stimmt, aber nicht »von der Toeplerstraße«! (Bemerkung von Lutz Gräfe)
S. 307: Handwerk, Dienstleistungen, Handel, …
Bäckerei Hünich gibt es ab 1979 und nicht ab 1997 (Bemerkung von Sieghart Hünich)
S. 321: Handwerk, Dienstleistungen, Handel, …
Das Lebensmittelgeschäft wurde nach meiner Erinnerung von der Familie Hattwig (nicht Hartwig!) betrieben und war vorher (bis ca. 1990) ein Obst-Gemüse-Konsum.
Das Lebensmittelgeschäft Paul hatte die Postadresse Theodorstraße 10. Der Laden befand sich zwar auf der Lewickistraße, aber neben der Hausnummer 18! (Bemerkung von Lutz Gräfe)
S. 326: Handwerk, Dienstleistungen, Handel, …
Die Zahnarztpraxis von Frau Dipl.-Stom. Ina Heßke existierte bis 2015.
Seit 2016 ist Frau Dr. Lenz die Praxisinhaberin! (Bemerkung von Lutz Gräfe)
S. 418: Hydrologie
Hier wird für die UF-Fassung einen Zufluss jeweils zur Hälfte aus Uferfiltrat und Grundwasser angegeben – nach meiner Erinnerung ist das Verhältnis etwa 3:1. (Bemerkung von Andreas Eckardt)